• Fabian Kremser

Coaching vs. Trainingsplanung

In den letzten Wochen haben wir uns hier eingehend darüber unterhalten, was wir alles in unserem Labor messen können – und auch tun! Und während die Arbeit mit der Datenanalyse und den Diagnosegeräten vor allem bei Coach Fabian sowohl das Kind im Manne als auch den Nerd vom Dienst zum Vorschein bringen, ist das Labor nur ein Teil von dem, was wir in der Tricademy eigentlich tun.

Angefangen hat die Firma vor unterdessen 10 Jahren (am Montag war der Geburtstag!) mit Bewegungspädagogischer Arbeit, erst 3 Jahre später wurde der Coachingbetrieb aufgenommen. Heute haben wir mit unserem Wissen, unserem Labor und unseren Fertigkeiten als Coaches und Trainer ein sehr umfängliches und komplettes Angebot, auf das wir sehr stolz sind.


Eine der häufigsten Fragen, die wir gestellt bekommen, ist Folgende: Was ist denn der Unterschied zwischen einem Coaching und einem Trainingsplan? Heute wollen wir darauf eine Antwort suchen.


Grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei unserem Coaching immer unsere Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt stehen. Natürlich ist das auch bei der Trainingsplanung der Fall, doch beim Coaching ist die Zusammenarbeit definitiv intensiver – sofern dies gewünscht wird. Bei unserem Sportcoaching ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeit zwar auf jeden Fall der Trainingsplan, über den auch kommuniziert wird. Gleichzeitig ist genau diese Kommunikation das Zentrum. Wir sind immer für unsere Athletinnen und Athleten da, können bei Fragen aushelfen und bei Trainings anleiten. Wir werten Daten aus, geben Feedback, holen uns unsererseits Rückmeldungen und nutzen all diese Informationen, um aus jeder einzelnen Trainingswoche, ja, Einheit das Maximum herauszuholen.


Achtung: das heisst nicht, dass wir nicht auch mit Aufbauserien, Wiederholungen und Einheiten arbeiten, die einem vielleicht schon einmal begegnet sind. Die Hauptdisziplinen des Triathlon sind Schwimmen, Rad fahren und Laufen und da gibt es eine begrenzte Anzahl von Möglichkeiten, wie man diese Sportarten trainieren kann. Es ist der Austausch und die Suche nach der Optimierung, die das Ganze zu einer hocheffektiven Arbeit macht.


Wichtig ist hier vor allem eines: den Lead haben klar unsere Kundinnen und Kunden. Sie entscheiden, in welchem Umfang sie den Kontakt mit uns suchen, wo und wie wir sie anleiten sollen und was sie von uns brauchen. Und ja: das kann durchaus einmal heissen, dass wir einen gewissen Druck machen, um sie weiter und an ihre Grenzen zu pushen.


Es ist jedoch bei weitem nicht so, dass das unsere Hauptarbeit ist und wir uns permanent nur darauf freuen, unseren Athletinnen und Athleten den Tag zu vermiesen, indem wir maximalen Einsatz von ihnen erwarten. Vielmehr sind wir um den Dialog bemüht, um gemeinsam einen zu Beginn anvisierten Weg zu gehen.


Auch bei der Gesundheit verhält es sich so. In unseren Gesundheitscoachings arbeiten wir eher selten mit einem Trainingsplan, sondern mehr in direkten Sitzungen und Gesprächen, bei denen wir uns über Gesundheitsrelevante Themen austauschen, anleiten, wo wir können und unseren Kundinnen und Kunden in erster Linie eine Stütze und Begleitung sind. Wir helfen dabei, neue Gewohnheiten zu entwickeln, aus alten Mustern auszubrechen und das Wohlbefinden auf allen Ebenen in die eigene Hand zu nehmen.


Letzten Endes ist es einerlei, ob man sich auf den Weg macht, einen Ironman zu finishen oder ein gesunderes Leben zu führen: die ersten Schritte sind meistens nicht einfach und man fühlt sich alleine. Als Coaches sind wir oft die ersten, aktiven Mitglieder im Team "DU". Das ist eine grosse Verantwortung, derer wir uns jederzeit bewusst sind.


Und ein Trainingsplan?


Wie zu Beginn erwähnt steht natürlich auch hier die Athletin oder der Athlet im Zentrum. Unserer Meinung nach macht es wenig bis keinen Sinn, einen Plan zu schreiben, der nicht auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet oder an die Bedürfnisse der jeweiligen Athletinnen / Athleten angepasst ist. Es gibt genügend generische Pläne, die man im Internet bequem herunterladen kann, dass wir diese Sparte nicht auch noch bedienen wollen.

Auch hier findet ein gewisser Austausch statt. Gleichzeitig verläuft die Zusammenarbeit hier so, dass wir den Plan anhand der Daten, die uns geliefert werden, erstellen. Anschliessend schicken wir ihn an die Athletin oder den Athleten, die dann damit nach eigenem Ermessen arbeiten können. Es ist dann nicht mehr unsere Aufgabe, den Weg zu begleiten oder zu analysieren, ob und wie die Trainings ausgeführt werden. Die Aktualität der verwendeten Daten und die entsprechenden Updates sowie Abgleichungen liegen in der Verantwortung der Kundinnen und Kunden.

Das mag zu Beginn ein wenig hart klingen, doch ist es uns sehr wichtig, dass wir hier einen klaren Unterschied machen können zwischen unserer reinen Planung und unserem Coaching.


Natürlich stellt sich die Frage, für wen was am besten geeignet ist.


In unserer Erfahrung können die meisten von einem tatsächlichen Coaching profitieren, da Ausdauersport und Gesundheit Dinge sind, in denen zwar viel Freude, Leidenschaft und potenzieller Erfolg stecken, gleichzeitig aber auch hoch emotional und persönlich sind, sodass der Austausch und die Kommunikation eine wirkliche Hilfe sein können.


Letzten Endes entscheiden unsere Kundinnen und Kunden. Auch hier helfen wir in erster Linie dabei, für sie das Optimum zu finden.


Falls ihr euch für ein Coaching oder eine Planung interessiert, euch jedoch nicht sicher seid, was das Richtige für euch ist, nehmt doch einfach Kontakt mit uns auf oder kommt uns in Uster besuchen. Wir freuen uns auf euch!


Herzlich,


Patrick Benz

Fabian Kremser