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Gesundheitsmonat Februar: Was ist Gesundheit?

Für viele Menschen ist der Februar nicht unbedingt der Lieblingsmonat. Es ist noch immer dunkel, teils kalt, oft nass. Erkältungen und Grippen machen die Runde. Wir nehmen dies zum Anlass, uns einmal etwas genauer mit dem Thema “Gesundheit” auseinander zu setzen.

In diesem ersten Artikel soll es einmal ganz generell darum gehen, was der Begriff “Gesundheit” denn eigentlich bedeutet. Nächste Woche werden wir dann darüber schreiben, was es mit Sport und Gesundheit auf sich hat, wann dieser z.B. gesund ist und wann nicht mehr. Gerade wenn es um Überlastungen geht, ist dies ein sehr wichtiges Thema. Anschliessend soll es um die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Ernährung gehen, natürlich auch mit einem Seitenblick auf den Sport. Zum Schluss behandeln wir dann noch das Thema der Nahrungsergänzung. Es wird also spannend im Februar!


Was also ist Gesundheit?


Die WHO definiert die Gesundheit als einen “Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen”.


Gesundheit ist also nicht nur die Abwesenheit von Krankheit sondern tatsächlich einer der wichtigsten Grundpfeiler in unserem Leben, was vielen Menschen oft nicht bewusst ist. Gerade die Aspekte, die sich nicht rein auf das Körperliche beziehen sind tatsächlich alles andere als selbstverständlich.


Nun können wir einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass wir uns rundum wohl fühlen. Natürlich gibt es immer wieder Fälle, in denen Menschen einer Krankheit einfach ausgesetzt sind. Genau dann ist es jedoch immer wieder beeindruckend, wie es Betroffenen gelingt zum Beispiel im mentalen Bereich besonders stark zu sein oder wie ihnen ihr soziales Umfeld besser hilft, als es jede Medizin könnte!


Hier möchten wir euch nun einladen, eure Gesundheit aus einer ganzheitlichen Perspektive und durchaus auch etwas kritisch zu betrachten. Das kann euch dabei helfen sicherzugehen, dass ihr alles tut um auch wirklich gesund zu bleiben!


Was bedeutet das aber, seine Gesundheit kritisch zu betrachten, noch dazu ganzheitlich? Wir gehen hier bewusst als erstes vom Alltag aus und geben euch gerne ein paar Inputs. Ganz allgemein könnt ihr euch einmal folgende Fragen stellen:

  • Habt ihr eure Zeit im Griff? Wisst ihr, wie ihr eure 24 Stunden pro Tag einteilt?

  • Wie steht es um eure Ernährung? Ist sie ausgewogen, auf EURE Bedürfnisse abgestimmt? Nehmt ihr euch Zeit fürs Essen?

  • Bekommt ihr regelmässig ausreichend Bewegung?

  • Schlaft ihr genug? Schlaft ihr gut? Pflegt ihr euren Schlaf?

  • Bekommt ihr regelmässig genug Tageslicht und frische Luft?

  • Seid ihr innerlich ausgeglichen? Hilft euch euer Umfeld dabei? Fördert ihr eure Achtsamkeit?

Wenn ihr jede dieser Fragen mit einem klaren “Ja!” beantworten könnt: Herzlichen Glückwunsch!


Wenn es jedoch noch die eine oder andere Unsicherheit gibt, laden wir euch ein, noch weiter zu lesen...


Es geht also um deutlich mehr als um Bewegung (oder Sport) und Ernährung. Ganz wichtig ist vor allem folgende Tatsache: Jeder Tag hat 24 Stunden. Fragt euch doch einmal, wie viel von dieser Zeit wirklich euch gehört, wie viel davon ihr damit verbringt, etwas für euch zu tun, Spass zu haben, Essen zu geniessen, den Körper zu bewegen, Sauerstoff zu tanken. Zeit mit Freunden zu verbringen, mit gemeinsamen Aktivitäten, vielleicht Hobbies. Gibt es da vielleicht noch etwas Potential?


Hier kommen wir nun zur Ernährung. Wir wissen alle, dass sie “ausgewogen” sein soll und “gesund”. Was heisst das genau? Wir vertreten hier beide die Meinung, dass gerade so ein komplexes Thema wie die Ernährung absolut individuell betrachtet werden sollte. Je nach den Anforderungen, die euer Alltag, euer Umfeld und vielleicht euer Sport an euch stellen hat euer Körper auch verschiedene Bedürfnisse, was die Ernährung angeht. Wisst ihr, was euer Körper braucht, wirklich braucht? Und wisst ihr, wann er es braucht?


Das Thema der Bewegung wird leider gerne etwas falsch verstanden. Denn auch hier: was bedeutet das? Es gibt so viele verschiedene Empfehlungen und Richtlinien, dass man vor lauter Bäumen schnell einmal den Wald nicht mehr sieht. Soll man sich an die Vorgaben eines BAG halten, an die Empfehlungen des Arztes? Was, wenn euch hier erzählt wird, dass ihr joggen sollt, dabei ist dies aus irgendeinem Grund nicht möglich? Ist dann alles verloren?

Bewegung heisst nicht immer, zielgerichtet und strukturiert zu trainieren, wobei wir uns später im Jahr noch genauer mit dem Thema “Sport” an sich auseinandersetzen werden. Bewegung kann auch bedeutet, regelmässige Spaziergänge zu unternehmen, in die Kletterhalle zu gehen oder einen Picknick-Ausflug mit dem Fahrrad zu unternehmen. Was alles beispielsweise auch wieder mit Freunden und Familie möglich ist… Was könnt ihr an Bewegung in euren Alltag einbauen, das euch Spass macht?


Ihr wisst es alle: Schlaf ist wichtig und “man sollte” pro Nacht sieben bis neun Stunden schlafen. Und nicht nur das: man sollte “gut” schlafen, sprich, vor dem Zubettgehen “herunterfahren”. Natürlich gilt auch hier, dass dies von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich ist, was abermals auch mit allen anderen Aspekten der Gesundheit zusammenhängt. Vielleicht kennt ihr das ja auch: wenn ihr abends ins Bett geht und euch aus irgendeinem Grund enorm auf den kommenden Tag freut, werdet ihr oft bereits wach sein, lange bevor auch nur der Wecker klingelt und voller Energie aufstehen, obwohl ihr viel weniger geschlafen habt als sonst…

Wann geht ihr ins Bett? WIE geht ihr ins Bett? Wie lange davor schaltet ihr z.B. alle digitalen Medien ab? Oder habt ihr selbst im Bett noch das Smartphone bei der Hand? Wie viel Zeit nehmt ihr euch WIRKLICH für den Schlaf?


Wie wichtig Tageslicht und frische Luft für uns sind, wisst ihr letzten Endes auch. Doch warum ist dem so? Geht es darum, “aufzutanken” und durch die Sonne “Vitamin-D” zu bekommen? Das hört man ja überall, also muss es gut sein… oder?

Fakt ist dass frische Luft, also Luft, die nicht schon zig mal eingeatmet wurde oder seit Stunden in Räumen stand, unserem Körper auf mehr als eine Weise gut tut. Wir werden vielleicht wacher, können uns besser konzentrieren, ja, fühlen uns frischer und präsenter. Gleichzeitig ist es etwas völlig anderes, draussen bei Tageslicht die Augen offen zu halten als mehrere Stunden am Stück auf einen Bildschirm zu starren. Beides “versorgt” uns mit Licht, das eine fühlt sich jedoch besser an als das andere. Wie oft nehmt ihr euch Zeit für etwas frische Luft, etwas Tageslicht? Ihr merkt unterdessen einmal mehr: Auch das sind Dinge, die sich mit eurem sozialen Umfeld kombinieren lassen, mit Bewegung, auch mit Sport…


Und “last but not least”: Wie achtsam geht ihr mit euch selbst um? Für viele wird das Wort “Körpergefühl” mit “Anstrengung” gleichgesetzt, was schade ist. Auch hier kommen wir sofort wieder auf alle oben genannten Themen: wie viel Zeit nehmt ihr euch, euch einmal wirklich mit euch zu beschäftigen, bei euch zu sein? Man muss dazu weder einen Guru aufsuchen noch zum Buddhismus konvertieren. Dinge wie Bewusstseinsübungen und Meditation sind relativ einfach zu erlernen und können dabei helfen, sich selbst im Körper besser zuhause zu fühlen und am Ende achtsamer, behutsamer mit sich selbst umzugehen. Nehmt ihr euch auch Zeit nur für euch?


Natürlich ist damit bei Weitem nicht alles gesagt, doch der Februar hat ja gerade erst angefangen. Für heute wollen wir gerne zusammenfassen:


Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Stattdessen ist sie etwas Ganzheitliches, das nicht immer selbstverständlich ist. Zudem gibt es etwa 50’000 bekannte Krankheiten, jedoch noch immer nur eine Gesundheit - es lohnt sich also, ihr Sorge zu tragen, meint ihr nicht?


In diesem Sinne wünschen wir euch einen tollen Start in den Februar!


Herzlich,

Patrick

Fabian