• Fabian Kremser

Mut zur Pause

Es ist Dezember und wir haben bereits den ersten Advent hinter uns gelassen. Der erste Schnee fiel und langsam, aber sicher mag ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommen. Wir wollen uns deshalb heute, am zweiten Tag unseres Adventskalenders, ein wenig um unsere Gesundheit kümmern.

Zugegeben, das tun wir ja schon oft und wir haben uns auch schon mehrfach über dieses Thema unterhalten. Dennoch liegt es uns heute ganz besonders am Herzen, aus mehreren Gründen.


Auch wenn wir es uns noch so sehr gewünscht hatten, ist das Thema "Corona" leider auch nach bald zwei Jahren nicht vom Tisch und gerade in den letzten Tagen häuften sich wieder Nachrichten, die alles andere als hoffnungsfroh waren. Und wir merken, dass einigen diese Situation ganz schön zu schaffen macht, was absolut verständlich ist.


Wir wollen auch gar nicht weiter ins Detail gehen sondern euch stattdessen an dieser Stelle einmal aus unserer Sicht als Coaches ganz einfach Mut zusprechen: Mut zum Durchhalten - und Mut zur Pause.


Mit "Durchhalten" meinen wir in diesem Fall: lasst euch nicht entmutigen, weiterhin eure Ziele zu verfolgen. Es tat uns jedes Mal weh, wenn wir in den letzten Monaten miterleben mussten, wie einige teils hoch ambitionierte Athletinnen und Athleten den Sport, ihre grosse Leidenschaft, aufgaben, weil sie entweder keine Perspektiven mehr sahen oder aber sich auch noch der letzte Rest Motivation verabschiedet hatte.

Wir können hier aus dem Nähkästchen plaudern: auch wir waren nicht jedes einzelne Mal voller Tatendrang, wenn wieder ein Rennen verschoben, wieder ein Event abgesagt wurde. Und guter Rat ist hier wirklich nicht einfach! Denn: mit "Kopf hoch" und "das wird schon wieder" ist in solchen Fällen leider nicht wirklich geholfen.


Was wir euch deshalb an dieser Stelle mit in den Advent geben möchten, ist Folgendes:


Pflegt euer "Warum".


Wir alle haben Gründe, weshalb wir Sport treiben und in den meisten Fällen sind es absolut positive Dinge, die uns im Alltag erfreuen und mit Energie erfüllen. Leider ist es sehr, sehr einfach, sie aus den Augen zu verlieren, wenn um uns herum ein einziges Chaos zu herrschen scheint.


Darum haben wir einen ganz einfachen, aber sehr effektiven Rat für euch: nehmt euch etwas Zeit, erinnert euch an diese Gründe, dieses "Warum", und schreibt es auf. Physisch, auf einen Zettel, nehmt es als Hintergrundbild auf euren Telefonen, hängt es an den Kühlschrank. Das soll keine esoterische "Think Positive"-Anleitung sein, sondern vielmehr eine sehr einfache Übung, die euch dabei helfen kann, eure Ziele und Träume im Sport nicht aus den Augen zu verlieren.


Und dann möchten wir euch dazu ermutigen, auch einmal Pause zu machen.


Und damit meinen wir in diesem Zusammenhang: seid gut zu euch selbst. Setzt euch nicht zu sehr unter Druck, wenn ihr euch trotz allem einmal nicht aufraffen könnt, um euer Training durchzuziehen. Ihr seid deswegen weder als Athleten noch als Menschen weniger wert. Erlaubt euch auch einmal, es euch gut gehen zu lassen und euch zuzugestehen, dass es noch mehr zu erholen gilt als nur den Körper nach dem Training. Euer Geist wird es euch danken - und die Motivation im besten Fall ebenfalls!


Wir wünschen euch allen einen wunderbaren Advent und freuen uns auf das, was kommt!


Herzlich,


Patrick Benz

Fabian Kremser